Hannover bleibt mit 2:0 gegen Augsburg ungeschlagen

Der FC Augsburg bleibt der Lieblingsgegner von Hannover 96. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist blieb mit dem 2:0 (1:0)-Sieg am Dienstagabend auch im siebten Aufeinandertreffen der beiden Teams ungeschlagen.

Hannover bleibt mit 2:0 gegen Augsburg ungeschlagen
Peter Steffen Hannover bleibt mit 2:0 gegen Augsburg ungeschlagen

Hannover rückte durch den Sieg in der Tabelle auf einen Punkt an den FCA heran, der nach dem 0:4 gegen Bayern München die zweite Niederlage nacheinander kassierte. Hannover kam vor 30 800 Zuschauern dank der Treffer von Salif Sané (20.) und Joselu (55./Foulelfmeter) zum ersten Erfolg nach zuletzt vier sieglosen Partien.

«Das war kein Elfmeter», klagte Ragnar Klavan nach der Partie. Der FCA-Innenverteidiger wusste aber auch, dass sein Team keine Punkte verdient hatte: «Wir können das besser, auch wenn es keine Katastrophe war.»

Die Gastgeber zeigten trotz des am Ende ungefährdeten Erfolges keinen überzeugenden Auftritt. Das Aufbauspiel war von vielen schlechten Pässen geprägt. Gegen die früh störenden Augsburger taten sich die Hannoveraner bei ihren Offensivbemühungen lange schwer und konnten erst nach dem zweiten Treffer einige gelungene Offensivaktionen zeigen.

«Dieser Sieg tut uns gut», sagte Torhüter Ron-Robert Zieler, der eine starke Partie zeigte und einige Male eingreifen musste. «Ich freue mich auch, dass wir nach den vielen Gegentoren zuletzt mal wieder zu null gespielt haben.» Hannover hatte zuvor 13 Gegentreffer in vier Spielen kassiert.

Den gepflegteren Ball spielten zunächst die später einbrechenden Gäste. Vor allem der laufstarke Halil Altintop brachte die 96-Defensive durch schöne Pässe einige Male in Verlegenheit. Der Routinier bereitete auch die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit vor, als Alexander Esswein (13.) an Torhüter Ron-Robert Zieler scheiterte. Der Nationalkeeper rettete auch in der zweiten Halbzeit, als Raul Bobadilla die einzige Chance zum Anschlusstreffer vergab (74.). Im Sturmzentrum ließen die Augsburger jedoch die Durchschlagskraft vermissen.

Hannover entwickelte Gefahr in erster Linie durch Standardsituationen. So war es kein Wunder, dass die 96-Führung im Anschluss an eine Ecke fiel. Den von Hiroshi Kiyotake hereingeschlagenen Ball verlängerte Lars Stindl, ehe Sané eher unabsichtlich mit dem Hinterkopf traf. Stindl war auch am zweiten Treffer beteiligt. Der Kapitän holte den Strafstoß heraus, den Joselu sicher verwandelte.

Für Sané war der Führungstreffer ein schöner Einstand, denn der 24 Jahre alten Verteidiger absolvierte nach dem Ende seiner Verbannung in die zweite Mannschaft den ersten Einsatz in der Startelf der Profis. In der zuletzt extrem anfälligen 96-Defensive spielte Sané für den am Rücken verletzten und zuletzt in Bremen schwachen Christian Schulz. Er zeigte dabei eine gute Leistung.

Einige 96-Fans vertrieben sich die Zeit in der an Höhepunkten armen Partie damit, gegen den Clubchef zu wettern. «Kind muss weg!», riefen sie. Diese Minderheit, der Martin Kinds Vereinspolitik missfällt, wurde jedoch bei jedem der Störversuche ausgepfiffen.    

Ballbesitz in %: 52,5 - 47,5

Torschüsse: 10 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 50 - 50

Fouls: 18 - 17

Ecken: 8 - 5