Hat sich die Ukraine-Kontaktgruppe geeinigt?

Einen Tag vor dem geplanten Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin in Minsk hat die Ukraine-Kontaktgruppe über einen Ausweg aus dem Konflikt beraten.

Die Teilnehmer hätten nach etwa zwei Stunden den Tagungsort in der weißrussischen Hauptstadt Minsk verlassen, berichteten örtliche Medien. Ob und wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, war zunächst unklar. «Wir haben Vorschläge unterbreitet und erwarten die Antwort nach der Pause», sagte der Vertreter der prorussischen Separatisten, Denis Puschilin.

Die russische Agentur Tass berichtete unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Informanten, die Gruppe habe sich unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf eine Feuerpause und den Rückzug schwerer Waffen geeinigt. Dafür gab es aber zunächst keine Bestätigung.

Den Berichten zufolge war der ukrainische Ex-Präsident Leonid Kutschma mit einem Mandat der Führung in Kiew nach Minsk gereist. Aus den nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk befanden sich die Separatistenvertreter Wladislaw Dejnego sowie Puschilin in Belarus. An den Gesprächen nahmen auch der russische Diplomat Michail Surabow und Heidi Tagliavini von der OSZE teil.