Höchstes US-Gericht verbietet Diskriminierung von Homo-Ehen

Partner in Homo-Ehen dürfen in den USA auf Bundesebene künftig nicht mehr schlechter gestellt werden als Partner in traditionellen Ehen. Das entschied das Oberste US-Gericht in Washington, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil hervorging.

Höchstes US-Gericht verbietet Diskriminierung von Homo-Ehen
Michael Reynolds Höchstes US-Gericht verbietet Diskriminierung von Homo-Ehen

Durch das Urteil können nach Expertenschätzung mehr als 100 000 legal verheiratete Schwule und Lesben die staatlichen Vorteile für Ehepartner in Anspruch nehmen. US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Entscheidung im Kurzmitteilungsdienst Twitter als «historischen Schritt».

Der Supreme Court kippte mit seinem Urteil den sogenannten «Defense of Marriage Act» (DOMA) - ein Gesetz, das vom Kongress 1996 verabschiedet worden war. Darin wird Bundesstellen untersagt, Homo-Ehen die gleichen juristischen, finanziellen oder sozialen Vorteile zu gewähren wie traditionellen Ehen. Dazu gehören etwa Vorteile bei Steuern und Krankenversicherungen.

Mit Spannung erwartet wurde am Mittwoch auch ein zweites Urteil des obersten US-Gerichts zur Zulässigkeit gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien.