Hecking rätselt über VfL-Auswärtsschwäche

Auch Dieter Hecking rätselt über die Auswärtsschwäche des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga. «Es gibt Phasen, wo man so ein Phänomen hat», sagte der Trainer des Pokalsiegers und Vizemeisters nach dem 0:0 beim in dieser Saison bislang so heimschwachen FC Augsburg.

Hecking rätselt über VfL-Auswärtsschwäche
Stefan Puchner Hecking rätselt über VfL-Auswärtsschwäche

Nur ein Sieg gelang dem Tabellendritten aus Wolfsburg in den sieben Partien in der Fremde. Trotzdem mochte Hecking kein zu hartes Urteil fällen. Es sei auch für ein topbesetztes Team wie den VfL «keine Selbstverständlichkeit», auswärts zu punkten. «Trotzdem wollen wir mehr», kommentierte der Coach des Tabellendritten. «Defensiv haben wir es ordentlich gemacht, nach vorne fehlte wie so oft zuletzt auswärts der letzte Pass, die letzte Entscheidung.»

Im eigenen Stadion ist das völlig anders. Da feierten die Wolfsburger bislang sechs Siege und ein Unentschieden, was den Niedersachsen Mut machen sollte für das Topspiel am kommenden Spieltag gegen den nun schon sieben Punkte entfernten Tabellenzweiten Borussia Dortmund.

Als moralischer Sieger durften sich am Sonntagabend die Augsburger fühlen, auch wenn sie in ihrem 150. Bundesligaspiel den verdienten zweiten Heimsieg der Saison knapp verpassten. Kapitän Paul Verhaegh (43. Minute) und Dominik Kohr (61.) hatten vor 27 081 Zuschauern jeweils eine hervorragende Chance zum verdienten Siegtor.

«Du musst effektiver sein, um gegen eine Top-Mannschaft zu gewinnen», meinte Trainer Markus Weinzierl. Nach dem 4:0 in Stuttgart und der Nullnummer gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Wolfsburg überwog beim FCA-Coach nach dem 14. Saisonspiel aber auch ohne Happy End das Positive: «Wir haben zweimal zu Null gespielt. Es ist der richtige Ansatzpunkt im Abstiegskampf, dass du defensiv gut stehst.»