Hektische Betriebsamkeit am Transfermarkt

Kurz vor Ende der zweiten Transferperiode in der Fußball-Bundesliga ist noch einmal hektische Betriebsamkeit auf dem Wechselmarkt ausgebrochen. Einige Clubs arbeiten an den letzten Modalitäten für Kauf- und Leihgeschäfte.

Hektische Betriebsamkeit am Transfermarkt
Andreas Gebert Hektische Betriebsamkeit am Transfermarkt

Auch der FC Bayern München ist nach den Verletzungen von Jerome Boateng und Javi Martinez noch einmal aktiv geworden. Die finanzkräftigen Top-Clubs Borussia Dortmund und VfL Wolfsburg offensichtlich nicht. Der VfB Stuttgart sicherte sich in Federico Barba vom FC Empoli noch einen Innenverteidiger, auch Werder Bremen verstärkte die Defensive durch die Verpflichtung von U20-Weltmeister Milos Vejlkovic.

Bis 18.00 Uhr können die Clubs noch Spieler unter Vertrag nehmen, eine Transferliste auf der bis 12.00 Uhr des Tages die Namen der noch zu verpflichteten Profis vermerkt werden, gibt es nicht mehr.

Insgesamt hielten sich die Großeinkäufer in dieser Wechselperiode aber im Vergleich zum Vorjahr eher zurück. Die Rekordmarke von mehr als 65 Millionen Euro für neue Spieler wurde in dieser Saison nicht erreicht. 13 von 18 Clubs investierten etwa 40 Millionen Euro in Kaderverstärkungen. Dazu kommen noch etwa geschätzt sechs Millionen Euro für Leihgeschäfte. Auf der Einnahmeseite verbuchten 16 Vereine, die Spieler abgaben, knapp 29 Millionen Euro.

In den letzten Stunden vor Toreschluss nahmen die Spekulationen um Neuverpflichtungen noch einmal zu. Der FC Bayern ist offensichtlich auf der Suche nach einem Innenverteidiger. «Natürlich haben wir ein Problem», sagte Trainer Pep Guardiola nach den verletzungsbedingten Ausfällen in der zentralen Defensive. Auch im Tabellenkeller bei Hannover 96 und 1899 Hoffenheim sind die Personalplanungen noch nicht abgeschlossen.

Teuerster Spieler ist derzeit der Neu-Gladbacher Jonas Hofmann, der für etwa 7,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund an den Niederrhein wechselt. Vor einem Jahr war der Wolfsburger André Schürrle mit 32 Millionen Euro der teuerste Spieler. Das meiste Geld in diesem Winter gab es für den Wolfsburger Timm Klose, den Norwich City für 12 Millionen Euro auf die Insel lockte.

Prominenteste Verpflichtung ist Kevin Großkreutz, der von seinem unglücklichen Ausflug nach Istanbul den Weg zurück in die Bundesliga zum VfB Stuttgart fand. Die meisten Spieler holte Schlusslicht Hannover 96. Für Neu-Trainer Thomas Schaaf gab es bislang gleich fünf Neue.

Der befürchteten Ausverkauf der Bundesligastars durch die finanzkräftigen Clubs aus der Premier League blieb zumindest in dieser Transferperiode aus. Bislang wechselten nur drei Profis aus Deutschland auf die Insel, dafür Wolfsburgs Klose aber für immerhin 12 Millionen Euro.