Heldt arbeitet Auftrag intensiv ab - Heidel-Spekulationen

Bekommt Horst Heldt 2016 keinen neuen Vertrag «auf Schalke»? Wird der Mainzer Christian Heidel im EM-Jahr Nachfolger seines Kollegen beim Fußball-Bundesligisten aus Gelsenkirchen? Heldt selbst äußerte sich zurückhaltend zu den Gerüchten um seine Zukunft.

«Es interessiert mich heute auch nicht. Alles andere wird sich zeigen», sagte der 45-Jährige - und betonte: Er sei über fünf Jahre auf Schalke «und habe immer eng und loyal mit dem Aufsichtsrat zusammengearbeitet».

Dessen Chef Clemens Tönnies hatte den Spekulationen um Heldt zumindest indirekt widersprochen. «Anscheinend gefällt einigen die Ruhe auf Schalke nicht», hatte Tönnies im TV-Sender Sky Sport News HD geäußert. «Und sie versuchen nun, Unruhe reinzutragen.» Tönnies und sein Stellvertreter Jens Buchta waren auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bis Donnerstagnachmittag telefonisch nicht zu erreichen.

Auch der ins Gespräch gebrachte Heidel hielt sich zurück. «Ich habe natürlich auch Zeitung gelesen! Wer mich kennt, weiß, wie ich mit Spekulationen dieser Art seit vielen Jahren umgehe. Ich habe sie eigentlich noch nie dementiert oder kommentiert», wurde der Manager des Schalker Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 auf der Vereins-Homepage zitiert.

An seiner Situation habe sich «überhaupt nichts verändert», ließ der 52 Jahre alte Heidel zudem wissen. Es stehe «völlig außer Frage, dass ich bei Mainz 05 einen Vertrag bis 2017 habe, den ich selbstverständlich respektiere».

Die Heidel-Aussage, dass er «diesen Club niemals im Streit verlassen würde«, könnte im schnelllebigen Fußball-Business indes durchaus so interpretiert werden, dass etwas dran sei an den Gerüchten.

Heldt hatte sich zuvor klar positioniert und sich nachdrücklich zu Schalke bekannt. «Ich habe hier nach der Mitgliederversammlung im Sommer einen klaren Auftrag bekommen, den arbeite ich intensiv ab», sagte er dem Sportmagazin «Kicker» und der «Bild»-Zeitung (Donnerstag). «Wir bewegen uns in die richtige Richtung, darauf lege ich all meinen Fokus», versicherte er.

Ob und wann sich Heldt und der Schalke-Aufsichtsrat zu Gesprächen über einen möglichen Folgekontrakt unterhalten, ist derzeit völlig offen. «Einen zeitlichen Plan kann ich nicht nennen. Das werden wir sehen», teilte Heldt mit. Schalke-Chefcoach André Breitenreiter meinte, es «bringe nichts, irgendwelche Spekulationen zu kommentieren».