Herbe SPD-Verluste in NRW: Oberhausen und Bonn gehen an CDU

Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft teils herbe Verluste einstecken müssen. In Oberhausen verloren die Sozialdemokraten nach fast 60 Jahren den Oberbürgermeister-Posten.

Herbe SPD-Verluste in NRW: Oberhausen und Bonn gehen an CDU
Ina Fassbender Herbe SPD-Verluste in NRW: Oberhausen und Bonn gehen an CDU

CDU-Kandidat Daniel Schranz entschied die Wahl mit 52,5 Prozent der Stimmen klar für sich. Sein SPD-Konkurrent Apostolos Tsalastras lag mit 37,7 Prozent weit dahinter, wie die Stadt auf ihrem Wahlportal mitteilte.

Auch in der früheren Bundeshauptstadt Bonn musste sich die SPD der CDU geschlagen geben und verlor nach fast 21 Jahren das OB-Amt. Hier holte der indischstämmige CDU-Kandidat Ashok-Alexander Sridharan mit 50,06 Prozent der Stimmen knapp die nötige Mehrheit. Dies teilte eine Sprecherin der Stadt Bonn am Sonntagabend mit. Der SPD-Kandidat Peter Ruhenstroth-Bauer kam lediglich auf 23,7 Prozent, der Grünen-Bewerber Tom Schmidt auf 22,1 Prozent.

Durch die Wahl des Mannes mit indischen Wurzeln wird zum ersten Mal ein CDU-Politiker mit Migrationshintergrund Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Er folgt auf dem OB-Posten auf Jürgen Nimptsch (SPD), der seit 2009 regiert hatte und nicht mehr zur Wahl angetreten war.