Hertha-Bus nach Schuss mit Polizeischutz zum Pokalspiel

Nach dem Schuss auf den Teambus von Hertha BSC fährt die Mannschaft mit Polizeischutz zum DFB-Pokalspiel am Montagabend in Bielefeld.

Hertha-Bus nach Schuss mit Polizeischutz zum Pokalspiel
Christian Mathiesen Hertha-Bus nach Schuss mit Polizeischutz zum Pokalspiel

«Das Spiel wird wie geplant stattfinden», sagte ein Polizeisprecher. Allerdings werde der Mannschaftsbus von der Polizei auf dem Weg vom Hotel zum Stadion begleitet. Zu weiteren Vorkehrungen wollten sich die Ermittler nicht äußern.

Die Polizei bildete eine Ermittlungskommission. Diese «EK Hertha», die aus Beamten der Direktion Verkehr, der Direktion Kriminalität und szenekundigen Beamten besteht, ermittele in alle Richtungen, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

Unterdessen kündigte Arminia Bielefeld an, die Sicherheitsmaßnahmen im und um das Stadion zu verstärken. Nach Angaben eines Arminia-Sprechers werden zum Schutz des Teambusses und des Spielerbereiches zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt. Der Bielefelder Zweitligist hatte sich nach dem Schuss auf den Bus des Bundesligisten «schockiert über den Angriff» gezeigt. «Es ist ein großes Glück, dass der Berliner Kollege unverletzt blieb», hieß es in einer Stellungnahme.

Am Tag vor der Erstrunden-Begegnung hatte ein unbekannter Motorradfahrer einen Schuss auf die Frontscheibe des Busses abgegeben. Das Projektil hinterließ feine Sprünge in der Scheibe, durchschlug sie aber nicht. Der Busfahrer, der die Mannschaft vom Bahnhof hatte abholen wollen, kam mit einem Schrecken davon.

Warum der Motorradfahrer nach einem Überholmanöver wendete, dem Fahrer mit Faust oder «Stinkefinger» gedroht und dann gefeuert haben soll, ist nach Polizeiangaben weiter offen. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte der Polizeisprecher. Der Täter werde weiterhin gesucht. Am Tatort wurden Spuren gesichert. Sie sollen unter anderem Erkenntnisse darüber bringen, mit welcher Munition geschossen wurde.