Hilfsgüterflug in Ebola-Gebiete startet

45 Tonnen Hilfsgüter für die Ebola-Gebiete in Westafrika soll ein Flugzeug heute vom Münchner Flughafen aus nach Liberia bringen. «Es geht vor allem um Schutzausrüstung und Medikamente», sagte Humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß vor dem Abflug der Maschine.

Hilfsgüterflug in Ebola-Gebiete startet
Andreas Gebert Hilfsgüterflug in Ebola-Gebiete startet

Die Hilfsorganisation habe das Material teils gekauft, teils handele es sich um Spenden. Vielen Menschen in Westafrika sei die Gefahr des Ebola-Virus nicht bewusst. «Da reicht schon eine Berührung ohne Schutzkleidung, um sich zu infizieren», sagte Groß. Ziel des Einsatzes sei daher vor allem, Aufklärung zu leisten.

Der zunächst für den frühen Montagnachmittag geplante Start verzögerte sich, weil die Transportmaschine aus Belgien erst gegen 14.30 Uhr am Münchner Flughafen eintraf. Rund 35 Paletten mit Hilfsgütern wie Schutzanzügen, Atemmasken, Infusionen und Desinfektionsmitteln standen auf dem Rollfeld zum Einladen bereit.

Das Beladen des Flugzeugs beobachtete auch die Botschafterin Liberias in Deutschland, Ethel Davis. «Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich», sagte sie. Davis rief dazu auf, gemeinsam gegen das Virus zu kämpfen. «Die ganze Welt muss zusammenstehen, um Ebola auszulöschen.»

Dem bislang schwersten Ebola-Ausbruch sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 3000 Menschen zum Opfer gefallen.