Hilfsorganisationen warnen vor Militärschlag auf Syrien

Zum Beginn des Gipfels der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in St. Petersburg haben sich arabische und internationale Organisationen entschieden gegen einen Militärschlag auf Syrien ausgesprochen.

Das Kinderhilfswerk World Vision appellierte in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel, ihren politischen Einfluss für eine Friedensoffensive einzusetzen. Es bestehe «die Gefahr eines Flächenbrandes». Auch Helfer würden zunehmend Ziel von Angriffen.

265 arabische zivilgesellschaftliche Organisationen forderten US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin auf, ihre Differenzen zu überwinden. Die Weltgemeinschaft müsse einen Konsens finden und auf eine Verhandlungslösung hinarbeiten.

Die Hilfsorganisation Oxfam rief die Staats- und Regierungschefs der G20 auf, sich für einen sofortigen Waffenstillstand einzusetzen. «Militärische Intervention ist nicht die Antwort und birgt unvorhersehbare und schädliche Konsequenzen für die ganze Region.»

Syrien sei gegenwärtig die «größte humanitäre Krise weltweit», hoben die regierungsunabhängigen Organisationen hervor. Seit Ausbruch des Konflikts seien mehr als 100 000 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Millionen Syrer seien als Flüchtlinge registriert.