Hintergrund: Die bisher bekannten Projekte von Rot-Rot-Grün

Das Dreierbündnis von Linker, SPD und Grünen in Thüringen hat sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Auch wenn dieser erst an diesem Donnerstag offiziell in Erfurt vorgestellt werden soll, hat Rot-Rot-Grün bereits einige Vorhaben bestätigt:

Hintergrund: Die bisher bekannten Projekte von Rot-Rot-Grün
Martin Schutt Hintergrund: Die bisher bekannten Projekte von Rot-Rot-Grün

SICHERHEIT: V-Männer sollen in Thüringen nur noch in Ausnahmefällen wie bei der Terrorismusbekämpfung eingesetzt werden. Ursprünglich hatte die Linke eine komplette Abschaffung des Verfassungsschutzes gefordert.

KINDERBETREUUNG: Ein beitragsfreies Kita-Jahr soll Eltern finanziell entlasten. Bei der Einführung des SPD-Wunschprojekts will die Regierung eng mit den Kommunen zusammenarbeiten.

ARBEITSMARKT: Mit einem öffentlichen Beschäftigungssektor will die Koalition Menschen mit geringem Einkommen eine staatlich geförderte Arbeit bieten. Damit sollen sie ihren Lebensunterhalt vollständig selbst bestreiten können - ohne zusätzliche Unterstützung wie Hartz IV. Das Vorhaben gilt als Prestigeprojekt der Linken.

BILDUNG: Die freien Schulen sollen mindestens zehn Millionen Euro zusätzlich pro Jahr bekommen. Mit der stärkeren Förderung soll verhindert werden, dass die Elternbeiträge ansteigen. Bislang gibt Thüringen etwa 135,5 Millionen Euro für die freien Schulen aus - vor allem die Grünen wollten mehr.

LANDKREISE: Bis Ende 2015 will das Bündnis ein sogenanntes Leitbild für eine Gebietsreform im Bundesland erstellen und bis 2019 umsetzen. Durch die Reduzierung der Zahl der 17 Kreise wollen Linke, SPD und Grüne Verwaltungskosten sparen.