Hintergrund: Eckpunkte des Rentenpakets

Union und SPD haben sich bei einem der Hauptknackpunkte, der Rentenpolitik, auf einen milliardenschweren Kompromiss geeinigt. Allerdings blieb die Finanzierung zunächst unklar.

Zudem soll es bei der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen bleiben, die SPD wollte das kippen. Der Rentenkompromiss soll nach dpa-Informationen wie folgt aussehen:

- MÜTTERRENTE: Ab 2014 soll es eine Besserstellung für Mütter geben, deren Kinder vor 1992 geboren wurden geben. Das Projekt war ein wichtiges Wahlziel der Union gewesen. Nach Berechnungen der Union könnte dies rund 6,6 Milliarden Euro im Jahr kosten.

- RENTE MIT 63: Wahrscheinlich ab Juli 2014 sollen Arbeitnehmer, die 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, mit 63 abschlagfrei in Rente gehen können. Eingerechnet werden können bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit. Allerdings soll der abschlagsfreie Renteneintritt schrittweise auf 65 Jahre steigen. Dieses Projekt hatte die SPD als vorrangiges Ziel genannt, als Kosten werden dafür je nach Ausgestaltung 5 Milliarden im Jahr veranschlagt.

- MINDESTRENTE: Ab 2017 soll es für langjährige Beitragszahler eine Solidarrente von 850 Euro im Monat geben. Dieses Projekt hatten in unterschiedlicher Form Union wie SPD verfolgt. Die Kosten könnten sich nach Schätzungen auf etwa 1 Milliarde Euro im Jahr belaufen. Zudem sind Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten geplant. Dies könnte je nach Ausgestaltung weitere 800 Millionen im Jahr kosten.