Hintergrund: Einnahmen des Bundes aus Griechenland-Hilfen

Die deutsche Staatskasse profitiert dank der Euro-Schuldenkrise nicht nur von niedrigen Zinsen für neue Kredite, da Deutschland für Anleger als sicherer Hafen gilt. Der Bund kassiert auch Zinsen aus einem bilateralen Kredit im Rahmen des ersten Hilfspakets für Griechenland von 2010.

Diese 15,17 Milliarden Euro werden über die Staatsbank KfW abgewickelt, der Bund sichert den Kredit ab. Die KfW ist laut Finanzministerium verpflichtet, alle über die eigenen Refinanzierungskosten hinausgehenden Zinszahlungen Griechenlands an den Bundeshaushalt abzuführen. Zwischen 2010 und 2014 wurden Zinsen von 360 Millionen Euro ausgekehrt. Auf anteilige Gewinne der Europäischen Zentralbank aus griechischen Staatsanleihen verzichtet der Bund. Sie werden an Athen weitergereicht.