Hintergrund: Glücksbringer für ein gutes neues Jahr

Was bringt uns 2014? Wer fürchtet, bei der Glücksverteilung zu kurz zu kommen, kann «Helfer» bemühen:

Hintergrund: Glücksbringer für ein gutes neues Jahr
Jens Wolf Hintergrund: Glücksbringer für ein gutes neues Jahr

FEUERWERK: Schon die heidnischen Germanen versuchten, böse Geister mit Licht und Lärm zu vertreiben. Daraus entwickelte sich das heutige Silvester-Feuerwerk als Ausdruck der Hoffnung auf ein glückliches neues Jahr.

GLÜCKSKLEE: Bei den Kelten sollte Klee bösen Zauber abwehren und seinem Besitzer magische Kräfte verleihen. Bis heute ist er Irlands Nationalsymbol. Im Mittelalter wurde vierblättriger Klee in die Kleidung genäht, um Reisende vor Unglück zu bewahren. Doch Achtung: er soll nur Glück bringen, wenn er zufällig gefunden wird. Töpfchen mit gezüchteten Pflanzen, wie sie in Blumengeschäften vor Silvester angeboten werden, sind als Glücksbringer demnach untauglich.

GLÜCKSSCHWEIN: Das Borstenvieh wurde vermutlich bereits vor 2000 Jahren wegen seiner Fruchtbarkeit zum positiven Symbol. Wer sprichwörtlich «Schwein» hat, gilt auch ohne Schnitzel auf dem Tisch als Glückspilz.

GLÜCKSKÄFER: Heutzutage gilt nur noch der Marienkäfer als krabbelnder Glücksbote. Aus Schokolade in roter Folie mit schwarzen Punkten ist er besonders zum Jahreswechsel ein beliebtes Geschenk. Ursprünglich brachte jeder Käfer Glück - wenn er denn mit der linken Hand gefangen und in der Hosentasche aufbewahrt wurde.

SCHORNSTEINFEGER: Etwas Asche vom schwarzen Mann im Gesicht soll Glück bringen. Der Ursprung dieses Aberglaubens stammt aus dem Mittelalter, als Häuser leichter und häufiger Feuer fingen als heute. Der Kaminkehrer schützte durch seine Arbeit die heimischen vier Wände und brachte somit Glück.

HUFEISEN: In den Vorstellungen vieler Völker gilt es als Abwehrmittel von Unheil. Als dauerhaftes Glückssymbol sollte es aber mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, denn sonst fällt dem Aberglauben zufolge das Glück heraus.

GLÜCKSPFENNIG: Glücksgeld ist einem alten Brauch zufolge die erste Münze, die einem jungen Erdenbürger vom Taufpaten geschenkt und sorgfältig aufgehoben wird. Daraus hat sich der Glückspfennig entwickelt. Der Aberglaube überlebte die Euro-Einführung, der Name «Glücks-Cent» setzte sich im Sprachgebrauch aber nicht durch.

NEUJAHRSGEBÄCK: Wer zu Neujahr eingeladen wird, bringt nach altem Brauch einen selbst gebackenen Hefekranz oder eine Neujahrsbrezel als Glücksbringer mit. An das Vieh verfütterte Reste des Neujahrsgebäcks sorgen angeblich für Gesundheit der Tiere und Wohlstand des Bauern.