Hintergrund: Prominente Nein-Sager im Bundestag

Der Bundestag hat am drittes Hilfsprogramm für Griechenland gebilligt. Widerstand kam bei der Abstimmung besonders aus den Reihen der Union, 63 CDU/CSU-Abweichler verweigerten Kanzlerin Angela Merkel die Gefolgschaft.

Hintergrund: Prominente Nein-Sager im Bundestag
Rainer Jensen Hintergrund: Prominente Nein-Sager im Bundestag

Insgesamt stimmten 113 Abgeordnete gegen das Hilfspaket für Griechenland. Darunter waren prominente Gegner bei SPD und den Grünen, wie einer vom Bundestag veröffentlichten Liste nach der namentlichen Abstimmung zu entnehmen war.

Bereits in der ersten Abstimmung im Juli hatte der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach das Hilfspaket kritisiert. Auch am Mittwoch war er einer der prominentesten «Rebellen». Noch im Vorfeld der Abstimmung hatte er seine Mitstreiter ermahnt, sich nicht von der Parteispitze unter Druck setzen zu lassen.

Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch kritisiert die Hilfen für Athen schon seit langem und stimmte auch am Mittwoch dagegen. In die griechische Regierung habe er überhaupt kein Vertrauen, auch eine weitere Milliardenspritze werde es das Land nicht schaffen, sagte Willsch. «Wenn man zweimal mit Anlauf mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen ist, dann sollte man mal gucken, ob's nicht auch irgendwo 'ne Tür gibt. Und die Tür heißt Grexit», mahnte er die Abgeordneten.

Auch bei der SPD blieben die Reihen nicht geschlossen: In der Abstimmung votierten vier Abgeordnete gegen das Hilfspaket, einer von ihnen war der frühere Finanzminister und Ex-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Bei den Grünen gab es insgesamt nur eine einzige Nein-Stimme - und die kam vom prominenten Abgeordneten Hans-Christian Ströbele.