Hintergrund: Schwere Kollisionen von Zügen in Europa

Zwei Züge, eine Katastrophe: Wenn Bahnen zusammenstoßen, gibt es oft Tote und Verletzte. Beispiele aus Europa:

Hintergrund: Schwere Kollisionen von Zügen in Europa
Peter Kneffel Hintergrund: Schwere Kollisionen von Zügen in Europa

Februar 2016 - Deutschland: Am Ortsende von Bad Aibling (Bayern) stoßen auf eingleisiger Strecke zwei Regionalzüge frontal zusammen. Zwölf Menschen sterben, darunter die beiden Zugführer.

März 2012 - Polen: 16 Menschen kommen ums Leben, als zwei Züge mit insgesamt 350 Insassen frontal ineinanderrasen. Bei dem Unglück nahe Zawiercie, nördlich von Krakau, werden etwa 50 Menschen verletzt.

Januar 2011 - Deutschland: Zehn Menschen sterben, als ein Nahverkehrszug bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt mit einem Güterzug zusammenstößt. Ein Lokführer hatte zwei Haltesignale überfahren.

Februar 2010 - Belgien: Im morgendlichen Berufsverkehr übersieht ein Lokführer nahe Brüssel ein Stoppsignal. Zwei Regionalzüge prallen zusammen. Mindestens 18 Menschen sterben, rund 80 werden verletzt.

Januar 2005 - Italien: Auf der eingleisigen Strecke Bologna-Verona prallen ein Passagierzug und ein Güterzug zusammen - 17 Tote. Ein Lokführer hatte bei dichtem Nebel ein Haltesignal übersehen.

Januar 2000 - Norwegen: 19 Menschen kommen ums Leben, weil auf einer eingleisigen Strecke nördlich von Oslo zwei Züge kollidieren. Der Führer eines Regionalzugs hatte ein Signal missachtet.

Oktober 1999 - Großbritannien: Im Westen Londons rasen zwei Personenzüge ineinander. 31 Menschen sterben, weil ein Zugführer ein Haltesignal übersehen hatte.