Hintergrund: Wie viel Geld noch zur Verfügung steht

Griechenland hat weitere Finanzhilfen beantragt. Ein Überblick darüber, wie viel Geld aus welchen Töpfen bei einer Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms zur Verfügung steht:

Das Buchstabenkürzel EFSF steht für die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF). Der auch Schutzschirm genannte Euro-Rettungsfonds kann Notkredite an Länder der Eurozone ausgeben, wenn deren Probleme die gesamte Währungsunion in Gefahr bringen. Die EFSF wurde Mitte 2013 durch den dauerhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ersetzt. Insgesamt umfasste das EFSF-Paket für Griechenland 145 Milliarden Euro.

Um die Refinanzierung angeschlagener Euroländer zu gewährleisten, kaufte die Europäische Zentralbank zwischen 2010 und 2012 im Rahmen des sogenannten Securities Markets Programme (SMP) für mehr als 200 Milliarden Euro Staatsanleihen auf. Gewinne, die die EZB mit den griechischen Papieren gemacht hat, werden über die Staatskassen der Partnerländer an Griechenland zurückgegeben. Für die Griechen stehen noch knapp zwei Milliarden Euro bereit. Im Rahmen eines neuen Programms könnten weitere Milliarden aus zukünftigen Gewinnen fließen.

Das aktuelle Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist eng an das der Europartner geknüpft - es ermöglicht Zahlungen von bis zu 28 Milliarden Euro. Zu der aktuell ausstehenden Tranche von 3,5 Milliarden Euro könnten bis Ende des ersten Quartals 2016 sogar weitere Milliarden kommen. Ende 2014 waren erst 19,1 Milliarden Euro ausgegeben.

Für die Rekapitalisierung des griechischen Bankensektors, die über den sogenannten Finanzmarktstabilisierungsfonds Hellenic Financial Stability Fund (HFSF) läuft, hatten die Europartner zuletzt noch einmal Mittel in Höhe von 48,2 Milliarden zur Verfügung gestellt. Von diesem Betrag sind noch rund 11 Milliarden Euro übrig. Knapp zehn Milliarden Euro könnten theoretisch umgewidmet werden.