Hoeneß von Zulassung der Anklage «überrascht»

Uli Hoeneß hat mit Verwunderung auf die Zulassung der gegen ihn erhobenen Anklage wegen Steuerhinterziehung durch die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II reagiert.

«Ich bin sehr überrascht, dass unsere Selbstanzeige vom 17. Januar bis jetzt von den Behörden nicht für wirksam erklärt wird. Ich werde mit den Anwälten in den nächsten Monaten sehr hart daran arbeiten, dass unsere Argumente das Gericht überzeugen», sagte Hoeneß dem Magazin «Sport Bild».

Die Pressestelle des Oberlandesgerichts hatte zuvor am Montag mitgeteilt, dass die Anklage der Staatsanwaltschaft München II «unverändert» zugelassen werde. Nach Planung des Gerichts muss Hoeneß damit vom 10. März an auf der Anklagebank Platz nehmen. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine angesetzt, zudem ist die Vernehmung von vier Zeugen geplant.

Hoeneß, der im Januar eine Selbstanzeige getätigt hatte, freute sich indes über das erneut ausgesprochene Vertrauen vom Aufsichtsrat des FC Bayern: «In allen Sitzungen war immer die hundertprozentige Unterstützung des Aufsichtsrats, des Verwaltungsbeirats und der Fans spürbar. Ich habe unglaublich viele Briefe von Fans bekommen, die sich hinter mich als Präsident stellen. Ich habe diese Fehler als Privatmann gemacht und stehe als Privatmann dazu, aber ich glaube nicht, dass meine Arbeit für den FC Bayern darunter gelitten hat.»