Hörmann: DOSB-Führungsrolle infrage gestellt

Im deutschen Sport ist nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» ein heftiger Streit um die künftige Ausrichtung des Leistungssports ausgebrochen.

Hörmann: DOSB-Führungsrolle infrage gestellt
Andreas Arnold Hörmann: DOSB-Führungsrolle infrage gestellt

Wenige Wochen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro soll es zu einem Zerwürfnis zwischen dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und einigen Mitgliedsverbänden gekommen sein. Das gehe aus E-Mails hervor, die der Zeitung nach Angaben vom Donnerstag vorliegen.

Adressaten waren dem Bericht zufolge Hörmann, der Sprecher der Spitzenverbände, Siegfried Kaidel, sowie unter anderen fünf Mitgliedsverbände und das Bundesinnenministerium. Darin schreibt Hörmann von neuen «Allianzen» innerhalb des Dachverbandes. Zudem werde die «Führungsrolle» des DOSB bei der Entwicklung des Spitzensportkonzeptes infrage gestellt.

Die geplante Reform soll nach den Rio-Spielen präsentiert werden und Deutschland im internationalen Vergleich wieder wettbewerbsfähiger machen.