Hoffnung auf Frieden: Zentralafrikanische Republik wählt

Drei Jahre nach Beginn eines blutigen Konflikts zwischen christlichen Milizen und muslimischen Rebellen hat in der Zentralafrikanischen Republik die Präsidentenwahl begonnen. Rund zwei Millionen Menschen sind wahlberechtigt. 

Hoffnung auf Frieden: Zentralafrikanische Republik wählt
Jerome Delay Hoffnung auf Frieden: Zentralafrikanische Republik wählt

Bei der Stichwahl können sich die Menschen zwischen zwei ehemaligen Ministerpräsidenten entscheiden, Anicet Georges Dologuelé und Faustin Archange Touadéra. Sie hatten im ersten Wahlgang Ende Dezember die meisten Stimmen erreicht. Zugleich wird auch ein neues Parlament gewählt. Die erste Parlamentswahl vom 30. Dezember war wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt worden. Ergebnisse werden erst in etwa zwei Wochen erwartet.

Die Wahlen werden als wichtige Etappe angesehen, um zu Stabilität und Frieden zurückzukehren. Die rund 11 000 UN-Blauhelmsoldaten im Land befinden sich zur Absicherung der Wahlen in hoher Alarmbereitschaft.

Der Konflikt brach aus, als muslimische Rebellen im Frühjahr 2013 den christlichen Präsidenten Francois Bozizé stürzten. Daraufhin bekämpften sich Muslime und Christen. Tausende Menschen wurden getötet.