Hoffnung auf Notenbank-Geld treibt deutschen Aktienmarkt

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen Erholungskurs vom Wochenbeginn fortgesetzt. Er profitierte dabei von Hoffnungen auf weitere EZB-Konjunkturspritzen und von guten Geschäftszahlen von Unternehmen.

Nach einem eher verhaltenen Start nahm der Leitindex Dax Fahrt auf und legte am Nachmittag um 1,12 Prozent auf 9891,92 Punkte zu.

Der MDax für mittelgroße Unternehmen arbeitete sich sogar in neue Rekordhöhen vor und gewann zuletzt 1,02 Prozent auf 17 421,40 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stand zuletzt um 0,58 Prozent höher bei 1425,16 Zählern. Gute Börsenstimmung herrschte auch in der Eurozone: Der Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 1,24 Prozent auf 3108,44 Punkte.

«Der sinkende Ölpreis samt dem damit verbundenen Deflationseffekt ist ein starkes Argument für die Europäische Zentralbank, am 22. Januar einen massenhaften Ankauf von Staatsanleihen bekanntzugeben», sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Märkte. «Zugleich wirkt der sinkende Ölpreis auf Konsumenten und Unternehmen wie Steuersenkungen. Die Weltwirtschaft wird angetrieben, da auch China, Japan, Indien und die USA profitieren.»