Hoffnung auf US-Notenbank Fed hebt Dax über 8200 Punkte

Nach den jüngsten Verlusten hat der Dax am Montag wieder Fahrt aufgenommen und über der Marke von 8200 Punkten geschlossen. Es werde zunehmend wieder die Möglichkeit gesehen, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch ihre ultralockere Geldpolitik zunächst noch nicht drosseln werde, begründete Marktanalyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG die Gewinne im Leitindex.

Zum Handelsschluss bröckelten sie allerdings etwas ab, so dass der Dax schließlich mit einem Plus von 1,08 Prozent bei 8215,73 Punkten aus dem Tag ging. Am Nachmittag war das deutsche Börsenbarometer noch bis auf rund 8265 Punkte gestiegen. Für den MDax ging es um 0,60 Prozent auf 14 048,00 Punkte nach oben und der TecDax gewann 0,50 Prozent auf 952,11 Punkte.

Daniel Saurenz von Feingold Research verwies für die freundliche Marktstimmung außerdem noch auf «ordentliche Konjunkturdaten, und dass Aktien mit einer hohen Gewichtung im Dax, wie etwa VW, Münchner Rück und Bayer» Auftrieb gegeben hätten.

Die Bayer-Aktien waren Favorit mit plus 2,10 Prozent, gefolgt von den Titeln der Munich Re, die um 2,08 Prozent zulegten. Die Vorzugsaktien von Volkswagen profitierten vor allem von einer positiven Studie von Merrill Lynch und stiegen um 1,98 Prozent. Zudem teilte das Emirat Katar mit, es stehe voll hinter seinem 17-Prozent-Anteil an den Stammaktien von VW.

Die Anteilsscheine an der Deutschen Telekom stiegen um marktkonforme 1,03 Prozent. Der gesamte Telekomsektor profitierte zeitweise von einem Pressebericht über einen Vorstoß des US-Konzerns AT&T in Richtung der spanischen Telefonica. Die Spanier selbst dementierten, eine Offerte erhalten zu haben. Den Papieren von Kabel Deutschland im MDax half es dagegen nicht, dass es Spekulationen über ein höheres Übernahmeangebot durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone gab. Sie fielen um 0,27 Prozent, hatten allerdings während der vergangenen drei Handelstage deutlich zugelegt.

Die Lufthansa-Aktien rückten wegen Erwartungen eines Streiks der Flugbegleiter bei der Billigtochter Germanwings nur um unterdurchschnittliche 0,31 Prozent vor. Schlusslichter im Dax waren die Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank mit minus 0,35 und minus 1,01 Prozent.

Die Papiere von Solarworld sprangen außerhalb der Dax-Familie nach Medienberichten über einen ausgearbeiteten Rettungsplan um etwas mehr als 18 Prozent nach oben.

Mit Blick auf die Börsen in Europa und den USA zeigte sich die wichtigsten Indizes von ihrer freundlichen Seite. Der EuroStoxx 50 zog um 1,33 Prozent auf 2702,69 Punkte an und auch die wichtigsten Indizes in Paris und London legten zu. An der Wall Street gewann der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss etwas mehr als ein Prozent und auch die Nasdaq-Börsen legten zu.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,23 Prozent am Freitag auf 1,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 134,06 Punkte. Der Bund Future sank um 0,05 Prozent auf 143,82 Punkte. Der Eurokurs legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3337 (Freitag: 1,3303) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7498 (0,7517) Euro.