Hoffnung für geprellte Teldafax-Kunden: Insolvenzmasse größer

Geprellte Kunden des zusammengebrochenen Billigstrom-Anbieters Teldafax dürfen sich Hoffnungen auf die Rückerstattung von Vorauszahlungen machen.

Seit der Pleite des Unternehmens vor vier Jahren habe er inzwischen 214 Millionen Euro von Großgläubigern eingesammelt, bestätigte Insolvenzverwalter Biner Bähr dem «Handelsblatt» (Donnerstag). Hinzu kämen rund 40 Millionen Euro an Zinsen.

Allein der Fiskus habe 100 Millionen Euro gezahlt, der Netzbetreiber 50Hertz 43 Millionen Euro und der von Teldafax gesponserte Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen 13 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Insolvenzmasse, aus der Forderungen bedient werden.

Die Zahlungsunfähigkeit von Teldafax verursachte einen Schaden von insgesamt mehr als 650 Millionen Euro - davon seien allein 215 Millionen auf rund 500 000 Kunden entfallen, die Strom und Gas von dem Billig-Anbieter gekauft hatten, schrieb das Blatt weiter.

Der Insolvenzverwalter rechnet damit, das Verfahren 2017 abschließen zu können. Vorher möchte Bähr aber noch weitere 100 Millionen Euro eintreiben. Die Pleite des Unternehmens war der erste große Firmenzusammenbruch auf dem Energiemarkt.