Aromahersteller Symrise plant Zukäufe

Der Duft- und Aromahersteller Symrise plant weitere Zukäufe. «Aktuell haben wir fünf bis zehn Kandidaten in der Prüfung und schauen, ob es Sinn macht und eine Übernahme refinanzierbar wäre», sagte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram der «Welt am Sonntag».

Aromahersteller Symrise plant Zukäufe
Peter Steffen Aromahersteller Symrise plant Zukäufe

Gesucht werde dabei insbesondere nach Ergänzungen im Rahmen des bereits bestehenden Portfolios. «Wir sind mittlerweile sehr gut aufgestellt und brauchen anders als noch in den vergangenen Jahren keine neuen Kompetenzfelder», sagte Bertram.

Die Gruppe aus Holzminden hat in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig Konkurrenten übernommen, zuletzt im Sommer 2014 für 1,3 Milliarden Euro den französischen Konzern Diana. Die Niedersachsen gehören nach eigenen Angaben weltweit zu den drei größten Anbietern im Duft- und Aromageschäft.

Schlagzeilen machte Symrise 2014 auch wegen einer Auseinandersetzung mit der Stiftung Warentest um ein an den Schokoladenhersteller Ritter Sport geliefertes vermeintlich künstliches Aroma. Am Ende verloren die Warentester den juristischen Streit. «Geschadet hat uns dieser Fall sicherlich nicht. Unsere Reputation jedenfalls ist noch mal deutlich gestiegen», sagte der Symrise-Chef der Zeitung. Das Unternehmen habe zeigen können, dass in der Lebensmittelindustrie eben nicht an jeder Ecke «betuppt» werde, wie es so oft heiße. Ein zweites Mal brauche er solch einen Fall aber trotzdem nicht.