Hooligans stören Trauer in Brüssel - Wasserwerfer eingesetzt

Mehrere Hunderte Hooligans haben das Gedenken an die Brüsseler Terroropfer auf dem Börsenplatz im Zentrum der belgischen Hauptstadt gestört. Auf Fernsehbildern waren teilweise vermummte Personen zu sehen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Die Polizei setzte am Ostersonntag Wasserwerfer gegen rund 450 Hooligans ein, die eine Trauerfeier im Zentrum Brüssels störten.
Laurent Dubrule Die Polizei setzte am Ostersonntag Wasserwerfer gegen rund 450 Hooligans ein, die eine Trauerfeier im Zentrum Brüssels störten.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel haben rund 450 teils vermummte Hooligans das Gedenken der Terroranschläge am vergangenen Dienstag gestört. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga umfasste die Gruppe etwa 450 teils alkoholisierte Menschen. Es kam zu Rangeleien mit Polizisten, die mit Schlagstöcken, Schildern und Helmen ausgerüstet waren. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer ein.

Die Unruhestifter skandierten "Belgische Hooligans. Wir sind hier zu Hause". Polizisten rückten zur Sicherung des Platzes an und trennten die Hooligans von den übrigen Anwesenden. Nach Einschätzung von Zeugen vor Ort schien es sich um Rechtsextreme zu handeln. Die Polizei sperrte den Platz Belga zufolge ab.

Trotz der Absage des geplanten Gedenkmarschs "Gegen die Angst" für die Opfer der Terroranschläge hatten sich am Nachmittag mehrere Hundert Menschen an der Börse versammelt. Die Gegendemonstranten riefen nach Berichten von Reportern des Senders Euronews Slogans wie "Brüssel multikulturell".