Hornbach profitiert von Praktiker-Insolvenz

Der Baumarktkonzern Hornbach hat nach Einbußen wieder Boden gut gemacht - vor allem mit dem Geschäft in Deutschland.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Gruppe sei mit 173,5 Millionen Euro von März bis November ins Plus gedreht und liege um 0,3 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums, teilte Hornbach in Neustadt/Weinstraße mit.

Der Konzern rechnet damit, dass der Gewinn des gesamten Geschäftsjahres 2013/2014 mindestens so hoch wie im Vorjahr sein wird (rund 146 Millionen Euro). Vor allem das dritte Quartal habe einen Schub gebracht.

Die Baumarktkette konnte auch von der Insolvenz von Praktiker und Max Bahr profitieren: An einzelnen Standorten habe sich Hornbach einen Teil des Umsatzes sichern können, heißt es im Zwischenbericht. Hornbach werde den Marktanteil in Deutschland von 9,3 Prozent 2012 auf knapp zehn Prozent 2013 ausbauen, sagte ein Sprecher.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Baumarkt AG als Teil der Holding lag von März bis November mit 128,7 Millionen Euro um 3,3 Prozent im Minus. Der Gewinn des gesamten Geschäftsjahrs soll laut Prognose etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen (99,3 Mio. Euro) - das Winterquartal ist traditionell schwierig.

Hornbach hat nach eigenen Angaben 141 Filialen, davon 92 in Deutschland und 49 im übrigen Europa. Im Februar soll ein neuer Baumarkt in Heidelberg eröffnen und den bisherigen ersetzen. In Trier und Ulm baut Hornbach Märkte von Praktiker und Max Bahr bis Sommer um. Ende November hatte die Gruppe rund 15 400 Beschäftigte (Februar: rund 14 900).