Hornbach will einzelne Praktiker- und Max-Bahr-Standorte

Der Baumarkt-Konzern Hornbach hat nach einem Bericht des Berliner «Tagesspiegels» Interesse an einzelnen Praktiker- und Max-Bahr-Märkten.

Hornbach will einzelne Praktiker- und Max-Bahr-Standorte
Stefan Sauer Hornbach will einzelne Praktiker- und Max-Bahr-Standorte

«Wir haben bei den Insolvenzverwaltern Interesse an bis zu zehn Praktiker- und Max-Bahr-Standorten angemeldet, die wir mieten oder kaufen wollen, um weiße Flecken auf der Hornbach-Landkarte zu schließen», sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding, der Zeitung. Im Rheinland, etwa in Köln und Düsseldorf, aber auch in Rostock, Hamburg und München gebe es noch Potenzial.

Sollte Hornbach die Immobilien übernehmen, könnten dem Zeitungsbericht zufolge auch die Beschäftigten dieser Standorte profitieren. «Die Mitarbeiter, die vorher dort gearbeitet haben, hätten gute Chancen, wieder eine Stelle zu bekommen», sagte Hornbach.

An einer Komplett-Übernahme der Praktiker-Tochter Max Bahr, deren Zukunft sich in der nächsten Woche entscheiden könnte, hat Hornbach jedoch kein Interesse. «Wir wollen lieber organisch wachsen, statt auf eine Fusion zu setzen», sagte der Manager. «Max Bahr passt auch konzeptionell nicht zu uns», fügte Hornbach hinzu.

Wegen der Praktiker-Pleite hofft Hornbach auf mehr Kunden. «Die ganze Branche wird davon profitieren, dass Praktiker den Markt verlässt, auch wir», sagte Hornbach. «Wir denken, dass rund ein Drittel der Praktiker-Umsätze in Höhe von drei Milliarden Euro künftig beim Wettbewerb landen werden.»