HPI stellt Online-Lernsystem anderen Unis zur Verfügung

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam will Bildungseinrichtungen in Deutschland die Nutzung einer Software ermöglichen, mit der man Online-Vorlesungen und Kurse anbieten kann.

Das Institut gehört in Deutschland zu den Vorreitern bei den sogenannten «Massive Open Online Courses» (MOOCs).

«Wir würden unsere technische Plattform OpenHPI auch anderen Hochschulen und Weiterbildungsprojekten zur Verfügung stellen, wenn diese sich an den laufenden Aufwendungen für den Betrieb der Plattform beteiligen», sagte der Leiter des Instituts, Prof. Christoph Meinel. So könnten die Hochschulen unter der eigenen Marke beim E-Learning auftreten, ohne selbst die dafür notwendige Software entwickeln zu müssen.

Das HPI hat mit seinen Onlinekursen im vergangenen Jahr rund 50 000 Studierende in aller Welt erreicht. Dabei erzielte das HPI eine im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Abschlussquote.

Während bei den sogenannten Massive Open Online Courses (MOOCs) von renommierten Universitäten in den USA oft nur ein kleiner einstelliger Prozentanteil der Studierenden erfolgreich einen Abschluss erreicht, schlossen beim OpenHPI 17 Prozent der Online-Lerner mit einem Zertifikat ab.