HSH Nordbank bleibt in den roten Zahlen

Die HSH Nordbank hat die ersten neun Monate mit einem Verlust von 104 Millionen Euro abgeschlossen. Damit hat die Bank deutlich mehr verloren als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Da lag das Minus bei 41 Millionen Euro, war allerdings durch Sondereinflüsse stark positiv beeinflusst. Die Bank habe operativ gute Fortschritte gemacht, hieß es in dem am Freitag in Hamburg verbreiteten Zwischenbericht des Instituts. Die gute Entwicklung in der Kernbank werde überlagert durch den hohen Aufwand für Garantiegebühren von insgesamt 279 Millionen Euro und die planmäßig hohe Risikovorsorge für das Schifffahrtsgeschäft.

Das Neugeschäft sei von 4,5 auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen, die risikobehafteten Altbestände der Bank spürbar reduziert worden, heißt es in der Mitteilung. Besonders in den Bereichen Firmenkunden, Immobilien und Erneuerbare Energien habe die Bank ihre Marktposition deutlich stärken können. Damit habe sich sowohl die Ertragslage als auch das Risikoprofil der Kernbank spürbar verbessert. «Die Bank hat mittlerweile effizientere Strukturen und einen klareren Marktauftritt», sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich. Wegen der im Branchenvergleich guten Kernkapitalquote von 12,1 Prozent werde die Bank auch den EU-Stresstest im nächsten Jahr meistern.

Im laufenden Jahr rechnet die HSH Nordbank mit einem dreistelligen Millionenverlust, doch für das kommende Jahr plant der Vorstand die Rückkehr in die Gewinnzone. Dabei ist schon eingerechnet, dass sich die Schifffahrtsmärkte, die für die Bank besonders wichtig sind, wohl erst ab 2015 wieder erholen werden.