HSV hofft dank Olic auf Ende der Torflaute

Ivica Olic soll die Torflaute des Hamburger SV beenden. «Eine Wunschlösung» sagte HSV-Sportdirektor Peter Knäbel über die Rückholaktion.

Der 35 Jahre alte Kroaten vom VfL Wolfsburg, der rund 1,5 Millionen Euro Ablöse kosten soll, absolvierte in der Hansestadt den Medizin-Check und soll am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Olic soll schon zum Rückrunden-Auftakt am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln erstmals wieder für die Rothosen stürmen.

Damit würde sich ein Kreis schließen. Vor acht Jahren begann im Winter 2007 Olic' erstes Gastspiel in Hamburg. Damals wie heute holte Dietmar Beiersdorfer den flinken Angreifer (seinerzeit ZSKA Moskau), der mit nimmermüdem Einsatz schnell die Herzen der HSV-Fans eroberte, zum mitten im Abstiegskampf steckenden HSV. Mit fünf Toren trug der mittlerweile 100-malige kroatische Nationalspieler erheblich dazu bei, dass die Norddeutschen am Ende sogar noch auf Tabellenplatz sieben kletterten.

Dieses Tabellenziel erscheint beim Tabellen-14. derzeit unrealistisch zu sein, zumal Rafael van der Vaart & Co. in der Offensive bisher an Harmlosigkeit kaum zu überbieten waren. «Nur neun Tore, das geht gar nicht», mäkelte Knäbel. Da der letztjährige Torjäger Pierre-Michel Lasogga auch im Dubai-Trainingslager kaum mittrainieren konnte, ruhen die Hoffnungen nun vor allem auf Olic - mit fünf Vorrundentreffern bester Schütze der Wolfsburger. Insgesamt hat er im deutschen Oberhaus in 213 Punktspielen 70 Tore erzielt. «Ein Superspieler. Er kann laufen, Tore machen, kennt die Liga und den HSV. Er ist eine Verstärkung», lobte Trainer Josef Zinnbauer den «Oldie», der einen Vertrag bis 2016 erhalten und anschließend weiter an den Verein gebunden werden soll.

Lasogga, der gegen den FC wohl als Joker zur Verfügung steht, glaubt, dass er und Olic gut zusammenpassen. «Er weicht gerne auf den Flügel aus, arbeitet sehr viel und ist immer anspielbar - das wäre sicher nicht verkehrt mit uns beiden», sagte er der «Bild» (Freitag). Nun muss Zinnbauer entscheiden, wenn er gegen «brutal auswärtsstarke» Kölner ins Rennen schickt. Nach Bayern München (5) hat der Aufsteiger (4) die meisten Auswärtssiege geholt. «Wir hatten schon viele starke Teams hier. Bei den meisten haben wir es geschafft, die Punkte zu behalten», betonte der Coach. Er will «mit aller Gewalt» gewinnen.

So wird auch Olic denken, dessen letzter Heimauftritt im HSV-Dress vom 16. Mai 2009 datiert - sinnigerweise ging es auch gegen den 1. FC Köln. Damals verloren die Hanseaten allerdings mit 0:1 ...