HSV-Profi Holtby fällt mit Schlüsselbeinbruch aus

Lewis Holtby hat sich bei einem Testspiel im Trainingslager des Hamburger SV im Emirat Abu Dhabi einen Schlüsselbeinbruch zugezogen.

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde noch im Spielort Al Ain im Beisein von Mannschaftsarzt Götz Welsch operiert und fällt nach Angaben des Fußball-Bundesligisten etwa zehn Wochen aus. «Das ist schrecklich und ein großer Verlust für uns. Es tut mir unheimlich leid für den Jungen. Lewis hatte sich gerade wieder ans Team herangebissen», sagte HSV-Trainer Josef Zinnbauer. «Das überschattet alles.»

Holtby war beim 3:2 gegen den Ligarivalen Eintracht Frankfurt etwa zehn Minuten vor Spielende nach einem Zweikampf mit Eintracht-Profi Martin Lanig unglücklich auf die Schulter gestürzt und musste ausgewechselt werden. Sportdirektor Peter Knäbel brachte Holtby im Rollstuhl zum Krankenwagen, anschließend wurde der dreifache Nationalspieler mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren.

Teamkollege Maximilian Beister, der sich im Januar 2014 im Trainingslager in Dubai einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und mit seinem Tor gegen Frankfurt ein gelungenes Comeback feierte, tröstete Holtby: «Ich habe ihm vor der OP heute morgen alles Gute gewünscht. Ich weiß, dass Verletzungen, auch etwas längere, einen mental auffressen können. Aber der Lewis ist so gestärkt, dass er da gut rauskommen kann. Er wird das schaffen.»

Sobald Holtby transportfähig ist, soll er nach Deutschland zurückfliegen. Der Co-Regisseur von Kapitän Rafael van der Vaart kam in der Hinrunde auf 14 Bundesligaeinsätze im HSV-Mittelfeld, davon stand er 13-mal in der Startelf. Ihm gelang eine Torvorlage.