Häuser auf Hamburger Reeperbahn wegen Einsturzgefahr geräumt

Die Bewohner der evakuierten Häuser an der Hamburger Reeperbahn müssen weiter auf die Rückkehr in ihre Wohnungen warten. In der Nacht zu Sonntag hat nach Auskunft des zuständigen Bezirksamts Hamburg-Mitte zwar ein Bauprüfer die als marode geltenden Gebäude inspiziert.

Die Überprüfung durch einen Statiker steht aber noch aus. «Wir hoffen, dass wir im Laufe des Tages mehr rauskriegen», sagte Bezirkschef Andy Grote (SPD) am Sonntagmorgen der dpa. Wegen möglicher Einsturzgefahr hatte die Polizei in der Nacht die «Esso-Häuser» evakuiert.

Mehrere Dutzend Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden teilweise in Notunterkünfte gebracht. Auch angrenzende Bars, Restaurants und Diskotheken wurden geschlossen, darunter der Kultclub «Molotow» und eine überregional bekannte Esso-Tankstelle. «Das Entscheidende ist, dass niemanden etwas passiert ist», sagte Grote.

Nach Angaben der Polizei hatten besorgte Bewohner die Beamten gegen 22.25 Uhr informiert und von «wackelnden Wänden» berichtet. Diese hätten glaubwürdig und unabhängig voneinander geschildert, dass Erschütterungen zu spüren seien. Die «Esso-Häuser» sollen im kommenden Jahr abgerissen und das Gelände neu bebaut werden. Dies hatte heftige Diskussionen in der Hansestadt ausgelöst.