HypoVereinsbank weitet Stellenabbau aus

Die HypoVereinsbank (HVB) baut weitere 1200 Arbeitsplätze ab. Diese Stellen sollen in den kommenden drei Jahren gestrichen werden, wie Vorstandschef Theodor Weimer in München mitteilte.

HypoVereinsbank weitet Stellenabbau aus
Sven Hoppe HypoVereinsbank weitet Stellenabbau aus

Im Zuge ihres Umbaus im Privatkundengeschäft hatte die HypoVereinsbank bereits ein Streichprogramm angekündigt - daraus stehen noch 800 Stellen auf der Streichliste.

«Einschließlich des seit Ende 2014 bereits umgesetzten Abbaus reduziert sich die Mitarbeiterzahl bis Ende 2018 um 2900 Vollzeitstellen», teilte die Tochter der italienischen Unicredit-Bank mit.

Die Bank wolle auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und für den Abbau «die jährliche Fluktuation sowie interne Umschulungsmaßnahmen» nutzen. Die Konzernmutter der HVB, die italienische Großbank Unicredit, hatte am Mittwoch in Mailand den Abbau von 18 000 Stellen angekündigt.

Trotz erfreulicher Zahlen im dritten Quartal müsse die Bank die Robustheit ihrer Gewinne stärken, sagte Weimer. Die niedrigen Zinsen und die steigenden Regulierungskosten machten die Bank verwundbarer. Die Hälfte der Kosten seien Personalkosten. «Wir müssen jetzt reagieren, bevor es uns erwischt», sagte der HVB-Vorstandschef.