IBM schlägt Chipsparte für Milliarden-Mitgift los

IBM wird seine verlustbringende Chipsparte los. Man habe sich mit dem von einem arabischen Staatsfonds kontrollierten Chiphersteller Globalfoundries auf eine Übernahme geeinigt.

Dies teilte der Konzern am Montag mit. IBM muss dafür allerdings tief in die Tasche greifen und innerhalb von drei Jahren an den Käufer noch 1,5 Milliarden US-Dollar (1,17 Mrd Euro) drauflegen. 200 Millionen Dollar soll Globalfoundries selbst beisteuern, so dass IBM unter dem Strich 1,3 Milliarden Dollar zahlt.

Vor Steuern rechnet IBM im dritten Quartal daher mit einer Belastung von 4,7 Milliarden Dollar. Dabei sind neben den vereinbarten Zahlungen auch Abschreibungen auf das Geschäft berücksichtigt.

IBM versucht schon seit Monaten, seine Chipsparte abzustoßen. Globalfoundries, der einem staatlichen Investmentfonds Abu Dhabis gehört, galt schon länger als aussichtsreicher Kandidat.

IBM will sein erst im Juli gestartetes, auf fünf Jahre angelegtes und drei Milliarden Dollar schweres Forschungsprogramm in Chip-Technologien trotz des Verkaufs der Sparte fortsetzen.

Globalfoundries soll die Ergebnisse bevorzugt nutzen können. Zudem wechseln Tausende von Patenten den Besitzer, so dass Globalfoundries nach eigenen Angaben zu einem der größten Rechteinhaber von Chip-Technologien weltweit wird.