IC mit 22 Stunden Verspätung in Köln angekommen

Mit 22 Stunden Verspätung ist am Nachmittag ein IC aus dem ostfriesischen Norddeich an seinem Zielort Köln angekommen. Wegen vereister Oberleitungen war der Zug am Sonntag in Ostfriesland steckengeblieben.

Die etwa 600 Fahrgäste mussten die Nacht in den Zugabteilen oder in der Halle einer Fährgesellschaft verbringen. Erst gegen 9.30 Uhr konnte der Zug seine Fahrt mit rund 22 Stunden Verspätung fortsetzen - bis er wegen einer Weichenstörung in Emden kurzzeitig erneut liegenblieb. Diese Panne konnte allerdings nach zehn Minuten behoben werden.

Hunderte Fahrgäste verbrachten die Nacht im Zug. Sie wurden von Helfern mit Getränken und Mahlzeiten versorgt. Auch die Straßen in Ostfriesland waren teils mit einer Eisschicht überzogen und spiegelglatt.

Ein anderer IC von Köln nach Emden, der etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Emden vermutlich wegen einer vereisten Weiche liegen geblieben war, wurde geräumt. «Die Passagiere sind die kurze Strecke bis nach Emden zu Fuß gegangen, sagte ein Bahnsprecher am Abend.

Spiegelglatte Straßen machten am Sonntag vielen Niedersachsen und Bremern zu schaffen. In beiden Bundesländern kam es binnen 24 Stunden zu mehr als 300 Unfällen. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete am Montag in einer ersten Bilanz 183 Unfälle. Bei 16 davon wurden Menschen verletzt. «Es hätte noch schlimmer kommen können», sagte ein Sprecher. Weil der Wintereinbruch auf einen Sonntag fiel, waren deutlich weniger Menschen mit dem Auto unterwegs als an Werktagen.

Im Südwesten lösten Schnee und Glatteis am Montag mehrere Staus und Blechschäden aus. Auf der Autobahn 8 verursachten insgesamt vier querstehende Lastwagen in beiden Fahrtrichtungen lange Verzögerungen, wie die Polizei mitteilte. Zwei der Lastwagen verhinderten die Durchfahrt von Streufahrzeugen.