IEA sieht stark fallendes Ölangebot außerhalb der Opec

Das Ölangebot außerhalb der Opec-Staaten wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA im kommenden Jahr stark fallen.

IEA sieht stark fallendes Ölangebot außerhalb der Opec
Jim Lo Scalzo IEA sieht stark fallendes Ölangebot außerhalb der Opec

Nach neuen Prognosen vom Freitag dürfte die Nicht-Opec-Produktion 2016 um 500 000 Barrel (je 159 Liter) auf 57,7 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen. Das wäre laut IEA der stärkste Rückgang seit 1992, also seit mehr als zwanzig Jahren.

Ein großer Teil des Angebotsrückgangs geht auf die aufstrebende US-amerikanische Schieferölindustrie zurück. Für diese erwartet die IEA einen Rückgang der Tagesproduktion um 400 0000 Barrel. Ausschlaggebend sei, dass viele Anbieter infolge der stark gefallenen Ölpreise nicht mehr kostendeckend arbeiten könnten.

Die Strategie des Ölkartells Opec unter Führung Saudi-Arabiens, seine Marktanteile mit einem Preiskampf zu verteidigen und Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, scheine aufzugehen, lautet die Einschätzung der IEA.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten hat die Opec auf den seit Sommer 2014 währenden Ölpreisverfall nicht mit Förderkürzungen reagiert. Vielmehr hat sie ihre tatsächliche Produktion ausgeweitet. Fachleute sehen den Hauptgrund für dieses ungewöhnliche Vorgehen in der wachsenden Konkurrenz durch die amerikanische Frackingindustrie.