Iliad bläst Übernahmeversuch von T-Mobile US ab

Der französische Internet- und Telefonkonzern Iliad will die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom nun doch nicht mehr übernehmen. Das Projekt sei aufgegeben worden, teilte Iliad in Paris mit.

Sowohl der Vorstand von T-Mobile US als auch die deutsche Konzernmutter hätten das jüngste Angebot von 36 US-Dollar je Aktie für 67 Prozent der Anteile abgelehnt. Damit hätte Iliad die Kontrolle über T-Mobile US erlangt. Im außerbörslichen deutschen Handel reagierte die T-Aktie kaum auf die Absage der Franzosen.

Die Deutsche Telekom hält zwei Drittel an dem zuletzt stark wachsenden US-Mobilfunkanbieter. Höttges und Vorgänger René Obermann hatten viel Geld in die lange Zeit ungeliebte Tochter gesteckt und sie so wieder auf Wachstumkurs gebracht. Das hatte Begehrlichkeiten geweckt. Iliad hatte Ende Juli den Versuch gestartet, T-Mobile US zu übernehmen und 33 US-Dollar je Papier auf den Tisch gelegt. Der US-Mobilfunkmarkt sei groß und attraktiv, hatte Iliad seine Pläne begründet. Die Telekom hatte aber bereits dem ersten Gebot eine Absage erteilt.

Zuvor war immer wieder über Verkaufsverhandlungen mit dem japanischen Kommunikationskonzern Softbank spekuliert worden, dem in den USA bereits der Mobilfunker Sprint gehört.