Immobile trifft doppelt: BVB gewinnt bei Dynamo

Borussia Dortmund hat sich dank Ciro Immobile von Pokalschreck Dynamo Dresden nicht stoppen lassen. Der Finalist der vergangenen Saison setzte sich im Achtelfinale beim Fußball-Drittligisten mit 2:0 (0:0) durch, von einem Zweiklassen-Unterschied war aber nur selten etwas spüren.

Immobile trifft doppelt: BVB gewinnt bei Dynamo
Thomas Eisenhuth Immobile trifft doppelt: BVB gewinnt bei Dynamo

Beide Treffer für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp erzielte vor 30 500 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Stadion der italienische Angreifer Immobile (50. Minute/90.).

«Das war ein schwieriges Spiel. Das sind Spiele, in denen der Gegner alles gibt. Zum Schluss haben wir es geschafft», betonte der Torjäger nach seinem ersten Doppelpack in einem Pflichtspiel für die Borussen. Der BVB ließ sich auch vom frühen Aus von Nationalspieler Marco Reus in der 24. Minute nicht zu sehr schocken und setzte nach vier Bundesligasiegen nacheinander zumindest seine Erfolgsserie fort. «Wir wollen weiter auf drei Hochzeiten tanzen», meinte Kapitän Mats Hummels mit Blick auf Pokal, Champions League und Bundesliga.

Für die Dresdener endete nach Siegen über Schalke und Bochum das Abenteuer DFB-Pokal, die Zuschauer feierten das tapfere Team nach der Niederlage dennoch minutenlang.

Weitaus schwerer als der zaghafte Beginn der Gäste schien zunächst der Ausfall von Reus zu wiegen. Der Nationalspieler, der die WM wegen einer Knöchelverletzung verpasst hatte, musste von zwei Betreuern am Spielfeldrand gestützt werden. «Gute Besserung», twitterte der BVB. Vorausgegangen war ein Foul von Dresdens Dennis Erdmann. Für den 25-Jährigen schickte Klopp Henrich Mchitarjan aufs Feld, den er überraschend erstmal auf die Bank beordert hatte.

Der Armenier hatte auch die erste und einzige Chance der zwar überlegenen, aber weder effektiven noch glänzenden Dortmunder in der ersten Hälfte. Sein Schuss in der 34. Minute ging übers Tor. Den Gästen mangelte es ohne die angeschlagenen Nuri Sahin und Pierre-Emerick Aubameyang an zündenden Ideen und Gefahr. Erst recht, nachdem auch noch Reus raus war.

Ebenso wenig wie Dynamo-Keeper Patrick Wiegers bekam jedoch auch Mitchell Langerak im BVB-Kasten zu tun. Der Australier durfte wieder anstelle von Roman Weidenfeller im Cup-Wettbewerb ran. Zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss im Januar 2014 hatte Klopp bei seinen insgesamt vier Veränderungen im Vergleich zum Revier-Derbysieg gegen den FC Schalke (3:0) Jakub Blaszczykowski in die Startelf bei einem Pflichtspiel berufen.

Von Beginn an ran durfte auch Immobile. Kurz vor der Pause bekam der Italiener bei einem Zweikampf in der Luft den Ellbogen von Dresdens Kapitän Michael Hefele ins Gesicht und trug einen Cut unterm Auge davon. Kurz nach der Pause rächte sich Immobile auf seine Weise, als er einen Querpass Hefeles von links nach rechts abfing und abgezockt zur Führung der Gäste einschoss. «Das darf mir einfach nicht passieren. Das tut mir leid für die ganze Mannschaft, für die Fans. Ich habe die ganze Mannschaft um den Lohn gebracht», betonte Hefele.

Allerdings unterlief nicht mal 180 Sekunden später auch Hummels auf dem schwer zu bespielenden Platz ein Fehler. Den nachfolgenden Schuss von Dynamos Angreifer Justin Eilers konnte Langerak aber parieren.

Eine Viertelstunde vor Schluss verpasste der eingewechselte Ramos mit einem Pfostenschuss die Vorentscheidung. Mittlerweile hatte auch Reus im dicken BVB-Parka wieder auf der Bank Platz, eine Diagnose stand allerdings noch aus; nach Trainer Klopp Marco Reus hat er vermutlich einen «Pferdekuss» erlitten. Die Dresdner drängten in der Schlussphase, aber sie waren einfach nicht durchschlagskräftig genug. Stattdessen schloss Immobile einen Konter zum zweiten Dortmunder Treffer ab.