Immobilienverband IVD: Mieten steigen «moderat»

Die Mieten in Deutschland steigen nach einer Studie des Immobilienverbands IVD langsamer als öffentlich wahrgenommen.

Immobilienverband IVD: Mieten steigen «moderat»
Oliver Berg Immobilienverband IVD: Mieten steigen «moderat»

In den vergangenen zwölf Monaten seien die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland flächendeckend in allen Klassen und Städtegrößen nur moderat gestiegen, berichtete der IVD bei der Präsentation des Wohn-Preisspiegels 2013/2014 am Dienstag in Frankfurt.

Im Durchschnitt koste eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert nun 5,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter: Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent zum Vorjahr. Die Bandbreite sei allerdings riesig. In Deutschlands teuerster Stadt München müssen Mieter doppelt so viel bezahlen.

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Deutschland klettern weiter - vor allem in den Großstädten. «Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert liegt gegenwärtig bei knapp 1044 Euro, das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr», erklärte der IVD. «Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen immer noch 15 Prozent niedriger als vor 20 Jahren», betonte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. Die Entwicklung sei Teil eines Aufholprozesses. Nach dem Immobilienboom der 1990er Jahre seien die Preise für Wohneigentum überproportional gesunken. Erst in den vergangenen drei Jahren sei eine Trendwende zu beobachten.