Imtech-Insolvenz stiftet bei Kölner Oper Verwirrung

Die insolvente Gebäudetechnik-Firma Imtech Deutschland will ihre Arbeiten bei der Sanierung des Opern- und Schauspielhauses in Köln fortsetzen. Das Unternehmen widersprach Berichten, nach denen die Arbeiten zum Erliegen gekommen seien.

Gleichzeitig räumte Imtech aber ein, dass es auf der Baustelle nur langsam vorangehe und dass es zu Missverständnissen gekommen sei. So sei Imtech-Mitarbeitern der Zugang zur Baustelle verwehrt worden.

Die Geschäftsführung von Imtech und das Städtische Gebäudemanagement hätten vereinbart, den reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu ermöglichen. Die Stadt Köln bestritt eine solche Vereinbarung. Vielmehr habe der Rechtsvertreter Kölns die Firma Imtech aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Es werde noch bis Anfang kommender Woche dauern, die Baustellenorganisation wieder in Gang zu bringen. Imtech Deutschland ist an 960 Baustellen beteiligt und will alle Arbeiten weiterführen.

Auch die niederländische Muttergesellschaft ist vom zuständigen Gericht in Rotterdam für insolvent erklärt worden. Der Konzern wird jetzt zerschlagen. Unmittelbar nach der Entscheidung seien zwei Konzerntöchter - Imtech Marine und Imtech Nordic - verkauft worden, teilten die vom Gericht eingesetzten Treuhänder Paul Peters und Jeroen Princen mit.

«Diese Transaktion sichert die Weiterbeschäftigung von 7300 Imtech-Mitarbeitern, darunter 1300 in den Niederlanden», heißt es in der Mitteilung. Insgesamt hatte Imtech weltweit 22 000 Mitarbeiter.

Für andere Imtech-Töchter etwa in Spanien, Belgien, Großbritannien und Irland seien Übernahme-Gespräche im Gange. Zur Zukunft der deutschen Imtech, die unter anderem auch am Bau des neuen Berliner Flughafens sowie am Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 beteiligt ist, wurde zunächst nichts bekannt.