Indien fordert Diamant «Koh-i-Noor» von Briten zurück

Die indische Regierung will den unschätzbar wertvollen Diamanten «Koh-i-Noor» aus den britischen Kronjuwelen zurück auf den Subkontinent holen.

Indien fordert Diamant «Koh-i-Noor» von Briten zurück
Michael Crabtree Indien fordert Diamant «Koh-i-Noor» von Briten zurück

Der legendäre Stein war während der Kolonialzeit im Jahr 1849 vom noch jugendlichen Maharadscha Daleep Singh in britische Hände übergegangen. Nun ist der 109 Karat große Diamat das zentrale Stück in der Krone von Queen Elizabeth, der späteren Queen Mum, die 2002 starb.

Die indische Regierung werde versuchen, den Stein auf «gütlichem Weg» nach Indien zu holen, erklärte das Kulturministerium in Neu Delhi am späten Dienstagabend. Vorherige Regierungen hatten erklärt, der «Koh-i-Noor» sei ein Geschenk gewesen, und es gebe deswegen keine Grundlage, auf der eine Forderung gestellt werden könne.

Die derzeitige hindu-nationalistische Regierung von Premierminister Narendra Modi aber versucht, Kunstgegenstände aus aller Welt zurückzuholen. Kanzlerin Angela Merkel brachte bei ihrem Indien-Besuch im vergangenen Jahr eine Durga-Statue aus Stuttgart mit, die ein Hehler aus Indien herausgeschafft hatte.

Derzeit laufen sowohl in Indien als auch in Pakistan Gerichtsverfahren zur Rückführung des «Koh-i-Noor», die von Privatleuten und Nichtregierungsorganisationen angestrebt wurden. Der Maharadscha regierte damals von einer Stadt aus, die heute in Pakistan liegt.