Industriedaten trüben Börsenstimmung zum Jahresauftakt

Schwächere Stimmungsdaten aus der Industrie der Eurozone haben am deutschen Aktienmarkt für einen trüben Jahresauftakt gesorgt.

Dabei hatte der Dax am Freitagmorgen zunächst Gewinne verbuchen können wegen der Hoffnung auf rasche Konjunkturspritzen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Der deutsche Leitindex drehte dann ins Minus. Der Handel ist aber weiterhin eher schwach, da viele Investoren erst in der kommenden Woche aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückkehren.

Der deutsche Leitindex Dax stand gegen Mittag 0,55 Prozent tiefer bei 9752,02 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen trat bei 16 935,05 Punkten auf der Stelle, während der Technologiewerte-Index TecDax um 1,05 Prozent auf 1385,81 Punkte zulegte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone war zuletzt nahezu unverändert.

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hatte in einem Interview des «Handelsblatts» die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen der Notenbank im Kampf gegen eine zu niedrige Inflation bekräftigt. Der Hoffnung auf ein baldiges Handeln der EZB standen allerdings die Daten zur Industriestimmung im Euroraum gegenüber. Diese hatte sich zum Jahresende etwas weniger als erwartet aufgehellt. Vor allem Frankreich, Italien und Spanien enttäuschten.