Industrieländer loten neues Hilfspaket für Ukraine aus

Die führenden westlichen Industrieländer (G7) loten zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere finanzielle Hilfen für die Ukraine aus.

Es gehe darum, für eine solide finanzielle Basis der Ukraine zu sorgen, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Jäger, am Mittwoch in Berlin. Deutschland, das aktuell den Vorsitz in der G7-Gruppe hat, sei in der Pflicht, die internationalen Anstrengungen zu koordinieren.

«Ich bin ganz zuversichtlich, dass es gelingen wird, eine solche solide und finanziell tragfähige Basis für die Ukraine zu schaffen», sagte Jäger. Zum möglichen Volumen machte er keine Angaben. Für Einzelheiten sei es noch zu früh. Mit Blick auf bisherige bilaterale deutsche Hilfen sagte Jäger, im Augenblick gebe es keinen Bedarf, national nachzulegen. Die Bundesregierung habe der Ukraine bisher einen Kreditrahmen zum Wiederaufbau vor allem im Osten zugesagt.

Die bisherige internationale Hilfssumme von 17 Milliarden Dollar galt zuletzt als nicht ausreichend, um das krisengeschüttelte Land finanziell zu stützen. Spekuliert wird über ein weit größeres Hilfspaket als bisher. Die Rede ist teils von etwa 40 Milliarden Dollar. Die Federführung hat der IWF. Dessen Prüfkommission ist den Angaben zufolge noch in der Ukraine.