Infineon optimistisch für die Zukunft

Nach dem versöhnlichen Ende eines durchwachsenen Jahres fasst der Chiphersteller Infineon neuen Mut und setzt auf einen Aufschwung der Branche.

Im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2013/14 (30. September) will der Konzern seinen Umsatz um 7 bis 11 Prozent steigern und auch beim operativen Gewinn und der Rendite deutlich zulegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Umsatz leicht um 2 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Vor einem Jahr hatte der Konzern noch ein Umsatzminus von bis zu 9 Prozent befürchtet und unter anderem Investitionen verschoben. Diese sollen nun wieder auf 650 Millionen Euro steigen. Dank des Sparkurses und einer wieder anziehenden Nachfrage konnte der Konzern seine Prognose dann Stück für Stück wieder erhöhen. Unter dem Strich brach der Überschuss allerdings um mehr als ein Drittel auf 272 Millionen Euro ein. Trotzdem sollen die Aktionäre wie im Vorjahr eine Dividende von 0,12 Euro je Anteil erhalten.

An der Börse kamen die Infineon-Aussagen allerdings nicht gut an: Zeitweise verlor die Aktie fast viereinhalb Prozent. Ein Interview von Unternehmenschef Reinhard Ploss in der «WirtschaftsWoche» mit positiven Aussagen zur zweiten Geschäftsjahreshälfte hatte zuletzt für Optimismus gesorgt und die Aktie nach oben getrieben.

Bei seinen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr legt Infineon einen Euro-Kurs von 1,35 US-Dollar als Maßstab an. Die starke Heimatwährung hatte zuletzt den Umsatz gedrückt, denn in der Halbleiterbranche werden viele Geschäfte in US-Dollar abgewickelt - die steuerten durch den hohen Eurokurs weniger zum Umsatz bei. Das vergangene Geschäftsjahr war Infineon mit einem Kurs von nur 1,25 US-Dollar je Euro angegangen.