Chinesen kaufen weniger Audis

Nach jahrelangem Boom hat Audi in China den Rückwärtsgang eingelegt. Die Verkäufe der VW-Tochter in der Volksrepublik fielen im Juni um 5,8 Prozent.

Chinesen kaufen weniger Audis
Diego Azubel Chinesen kaufen weniger Audis

Auch weltweit verloren die Ingolstädter im ersten Halbjahr gegenüber den Konkurrenten BMW und Mercedes an Boden: Mit 902 400 verkauften Autos und einem Zuwachs von 3,8 Prozent fuhr Audi deutlich hinterher.

«2015 war für uns bisher ein Jahr der Herausforderungen», sagte Vertriebschef Luca de Meo am Freitag in Ingolstadt. «Vor allem in Asien und Osteuropa sind viele Märkte deutlich schwieriger geworden.» Außerdem liefen gerade wichtige Modellwechsel: Der neue A4 komme in Europa im Herbst auf den Markt, der neue Q7 sei gerade frisch eingeführt.

In China, dem wichtigsten Markt für Audi, fiel der Absatz im Juni um 5,8 Prozent auf 47 800 Fahrzeuge, nach einem leichten Rückgang bereits im Mai. Für das erste Halbjahr blieb Audi im Reich der Mitte damit nur noch knapp zwei Prozent Wachstum. Auch in Europa war der Zuwachs mit gut drei Prozent im Juni und zwei Prozent im ersten Halbjahr im Vergleich zur Konkurrenz schwach. Nur in den USA legte Audi mit einem Plus von elf Prozent im ersten Halbjahr ein höheres Tempo vor.