Das ist der FC Ingolstadt

Der FC Ingolstadt steht heute im Heimspiel gegen RB Leipzig vor dem Bundesliga-Aufstieg. Fünf Fakten im Vorfeld einer Partie, in der der ambitionierte Fußball-Zweitligist den mit Abstand größten Erfolg seiner Geschichte schaffen will.

Das ist der FC Ingolstadt
Armin Weigel Das ist der FC Ingolstadt

AUSGANGSPOSITION: Schon ein Punktgewinn gegen Leipzig reicht in jedem Fall. Und nicht nur das: Selbst eine Niederlage gegen die Sachsen würde den Ingolstädtern langen, wenn zugleich Darmstadt bei Greuther Fürth verliert oder der 1. FC Kaiserslautern nicht bei Erzgebirge Aue gewinnt. Noch vergangenen Sonntag hatten die Oberbayern den vorzeitigen Aufstieg durch eine Niederlage beim VfL Bochum zunächst verspielt. Jetzt aber soll's klappen. «Wir sind Tabellenführer, wir haben ein Riesenjahr gespielt, haben alles in der eigenen Hand. Dieses Selbstvertrauen, dieses Selbstbewusstsein muss man Sonntag einfach spüren und sehen», sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. Darüber hinaus kann Zweitliga-Neuling Darmstadt den direkten Durchmarsch wahr machen: Und zwar dann, wenn die Hessen in Fürth gewinnen und Lautern zugleich in Aue nicht über ein Remis hinauskommt.

ENTWICKLUNG: Der FC Ingolstadt ging 2004 aus den Fußballabteilungen des MTV und des ESV Ingolstadt hervor. Seit seiner Gründung erlebte der Club einen steilen Aufstieg - nicht zuletzt durch das Geld der VW-Tochter Audi mit Sitz in der 132 000 Einwohner großen Stadt. Aus der Bayernliga ging es 2006 in die damals drittklassige Regionalliga Süd hinauf, 2008 folgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Platz 17 und der direkte Abstieg blieben kurzfristige Dämpfer. Nur ein Jahr später waren die Oberbayern aus der 3. Liga wieder zurück in der 2. Liga, spielten allerdings fortan regelmäßig gegen den Abstieg. Es reichte in den folgenden Spielzeiten nur zu den Abschlussplätzen 14, 12, 13 und 10. Wird's jetzt die 1?

DER TRAINER: Ralph Hasenhüttl (47) kam im Oktober 2013 nach Ingolstadt - zu einer Zeit, als der Verein mal wieder in Abstiegsnot steckte. Doch mit der Verpflichtung des Österreichers änderte sich das. Die Oberbayern arbeiteten sich fix aus dem Tabellenkeller heraus - und entwickelten sich stetig zu einer Spitzenmannschaft. Seit dem achten Spieltag ist Hasenhüttls Team in dieser Saison bereits ununterbrochener Zweitliga-Tabellenführer. Auch Hasenhüttl, der vorher nur die SpVgg Unterhaching und den VfR Aalen trainiert hatte, steht damit vor seinem mit Abstand größten Erfolg als Coach.

STADION: 15 000 Zuschauer fasst die Ingolstädter Arena, die vor fünf Jahren offiziell eröffnet wurde. Ausverkauft war sie seitdem aber nur in Ausnahmefällen. Selbst in dieser so erfolgreichen Saison freuten sich die Vereinsbosse bisher lediglich zweimal über ein volles Haus. Zumindest gegen Leipzig soll die Arena ausverkauft sein. «Es gibt kaum einen schöneren Moment, als den Aufstieg in einem Heimspiel vor einem ausverkauften Haus zu realisieren oder zu finalisieren. Das sind die Spiele, auf die man wartet, auf die man hinlechzt, auf die man sich unglaublich freut», sagte Hasenhüttl.