Integrationsbeauftragte will mehr Teilhabe von Flüchtlingen

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) fordert eine bessere Teilhabe von Flüchtlingen am gesellschaftlichen Leben. Das Integrationsgesetz der Bundesregierung sei dafür ein Meilenstein, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Integrationsbeauftragte will mehr Teilhabe von Flüchtlingen
Sebastian Kahnert Integrationsbeauftragte will mehr Teilhabe von Flüchtlingen

Die sächsische Landeshauptstadt ist für zwei Tage Treffpunkt für die Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen. «Die Themen reichen von Ausbildungs- und Arbeitsmarkt über die notwendige interkulturelle Öffnung der öffentlichen Verwaltung oder Vielfalt und Chancengleichheit im Bildungssystem. Zu wissen, wie andere Integration anpacken, was besonders gut funktioniert und wie man Hürden genommen hat, das hilft bei der eigenen Arbeit», erläuterte Köpping.

Die schwarz-rote Koalition in Berlin hatte sich unter anderem darauf verständigt, aus Bundesmitteln 100 000 neue Ein-Euro-Jobs für Migranten zu schaffen. Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten sind davon ausgeschlossen. Köpping hält es für wichtig, dass Betroffene auch dann einer solchen Tätigkeit nachgehen können, wenn die Entscheidung ihres Asylantrages noch nicht gefallen ist. «Das ist gut, denn das Schlimmste ist immer das lange Warten, ohne Aufgabe, ohne sich einbringen zu können», sagte sie.

Der Erfolg von Integration wird auch daran gemessen, inwieweit es gelingt, Migrantinnen und Migranten in Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt zu bringen.

Köpping forderte den Bund auf, jetzt schnell für ein ausreichendes Angebot an Integrationskursen zu sorgen. Mit dem Integrationsgesetz habe sich die Bundesregierung zur Einwanderung bekannt. Auf der Dresdner Konferenz werde die Teilhabe von Flüchtlingen in allen Bereichen der Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. «Auf der Konferenz treffen sich die Praktiker zum Erfahrungsaustausch.» Die Ministerin verwies auf Erfahrungen aus Sachsen: «Es ist wichtig, die Akteure miteinander zu vernetzen. Dafür haben wir das Verbändegespräch Integration ins Leben gerufen, zu dem wir halbjährlich die Praktiker einladen und uns über einen thematischen Schwerpunkt austauschen.»