IOC leitet Fall Diack an Ethikkommission weiter

Mit dem Fall des unter Korruptionsverdacht stehenden Lamine Diack wird sich nun auch die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) befassen.

«Im Lichte der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Herrn Lamine Diack, der ein IOC-Ehrenmitglied ist, habe ich entschieden, den Fall an die Ethikkommission des IOC weiterzuleiten», erklärte Kommissionschefin Pâquerette Zappelli in einem Statement.

Das IOC trete für «einen sauberen Sport und eine gute Amtsführung» ein, teilte ein IOC-Sprecher mit. Deshalb verfolge das IOC die Untersuchungen sehr genau und erwarte, «dass die vollständigen Fakten ans Licht kommen». Das IOC wisse, dass sich die Gründe für die jetzt eingeleiteten Untersuchungen auf Vorgänge in der Vergangenheit beziehen. «Wir bekunden unser volles Vertrauen in die neue Führung der IAAF», sagte der Sprecher.

Dem früheren Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF Diack wird Bestechlichkeit und Geldwäsche vorgeworfen. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Gerichtskreise am Mittwoch berichtete, hat die französische Justiz Anklage gegen den 82 Jahre alten Senegalesen erhoben. Die IAAF bestätigte, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Geschäftsstelle in Monte Carlo durchsucht hat.