Iran bekräftigt Kompromissbereitschaft vor Atomgesprächen

Der Iran hat vor Beginn der Experten-Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seine Kompromissbereitschaft bekräftigt. Es sei Zeit für einen neuen Ansatz, sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi in Wien.

Teheran hoffe auf eine konstruktive Rolle der IAEA. Zum Auftakt der Verhandlungen traf sich Araghchi mit IAEA-Chef Yukiya Amano. Amano sagte: «Es ist für uns alle wichtig, dass wir zu konkreten Fortschritten kommen.» Am Nachmittag sollten die Gespräche in einer Expertenrunde fortgesetzt werden.

Die IAEA versucht seit einigen Jahren, Zugang zu iranischen Atomanlagen und zu Dokumenten zu bekommen. Dabei geht es in erster Linie um eine erneute Besichtigung der Militäranlage Parchin südöstlich von Teheran. Westliche Geheimdienste vermuten, dass dort Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen ausgeführt wurden.

Der Westen verdächtigt die Regierung in Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies. Angesichts der gegen das Land verhängten Sanktionen gibt sich die neue iranische Regierung kompromissbereiter.