Iran: US-Bericht über Luftangriffe auf IS «nicht genau»

Der Iran hat einen Bericht des Pentagons über iranische Luftangriffe auf Stützpunkte der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak als «nicht genau, daher auch nicht korrekt» bezeichnet.

«Die iranische Strategie (zur Bekämpfung des IS) hat sich nicht geändert», sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham, ohne jedoch ein klares Dementi abzugeben.

Das US-Verteidigungsministerium hatte berichtet, es gebe Hinweise auf iranische Luftangriffe im Irak in den vergangenen Tagen. Teherans Strategie stützt sich auf die militärische Beratung der irakischen Streitkräfte, nicht auf direkte Einsätze.

Am 9. und 10. Dezember organisiert das iranische Außenministerium eine internationale Tagung gegen den IS. An der Konferenz «Gemeinsam gegen Gewalt und Extremismus» nähmen Vertreter aus über 80 Ländern teil, sagte Afcham.

Der Iran ist wegen seiner Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad nicht Teil des von den US geführten Bündnisses westlicher und arabischer Staaten gegen den IS. Inoffiziell soll es aber Kontakte zwischen Teheran und Washington gegeben haben.

Heute beraten Spitzenvertreter des Anti-IS-Bündnisses in Brüssel über eine gemeinsame politische Strategie. Der Allianz gehören nach Angaben des US-Außenministers John Kerry mehr als 60 Staaten und Institutionen an, darunter Deutschland und Saudi-Arabien. Einige Allianzmitglieder bombardieren IS-Stellungen im Irak oder in Syrien, andere übernehmen Unterstützungsaufgaben.